Eklat beim ESC in Malmö : Joost Klein zeigt sich nach Verfahrenseinstellung erleichtert

Der 26 Jahre alte Sänger war vor dem ESC-Finale in Malmö vom Wettbewerb ausgeschlossen worden, weil er eine Frau hinter der Bühne angegriffen haben soll. Doch eindeutige Beweise haben gefehlt.
Die vergangenen Monate seien schrecklich für ihn gewesen, schreibt der Niederländer Joost Klein auf Instagram. „Warum mussten wir so lange auf eine Antwort warten?“ Damit spielt er auf das Ermittlungsverfahren gegen ihn in Schweden an, das am Montag nach drei Monaten eingestellt wurde. Der Sechsundzwanzigjährige, der sein Land mit dem Lied „Europapa“ beim Eurovision Song Contest (ESC) in Malmö vertreten sollte, war noch vor dem Finale vom Wettbewerb ausgeschlossen worden, weil er eine Kamerafrau hinter der Bühne tätlich angegriffen haben soll.
Für die Tat und vor allem einen Vorsatz gab es aber nach Angaben der schwedischen Staatsanwaltschaft keine eindeutigen Beweise. Der niederländische Sender Avrotros sieht sich damit bestätigt: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass diese Disqualifikation unnötig und unverhältnismäßig war.“ Man werde sich nun umgehend mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die den ESC verantwortet, zusammensetzen, um über mögliche Konsequenzen zu sprechen.
Die EBU wiederum steht zu ihrer Entscheidung, Joost Klein zu disqualifizieren, da sie in strikter Übereinstimmung mit den Regeln getroffen worden sei. Der Künstler selbst plant offenbar schon für den ESC 2025. Auf Instagram schreibt er: „Auch wenn ich alle Hoffnung verloren hatte, nun sind wir zurück, Baby.“





