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Kärntner Volksabstimmung 1920 : Rückbesinnung auf die slowenischen Wurzeln

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (r) und Sloweniens Ministerpräsident Janez Janša auf den Triglav, Sloweniens höchstem Berg. Bild: AFP

Das südliche Kärnten entschied sich vor 100 Jahren dafür, nicht dem neuen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen anzugehören, sondern ein Teil Österreichs zu sein. Den Streit hat das nicht beendet.

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          Der Benediktinermarkt in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt ist ein Fest für alle Sinne. Da leuchtet frisches Gemüse aus der Region, dort duftet es nach Geselchtem und Gebratenem vom Fleischhauer, woanders locken Honig aus Slowenien und Fisch aus der Adria. Karl Hren zu treffen war nicht geplant. Aber es kann nicht verwundern, dass man ihn hier trifft, schon gar nicht, wenn das schöne Herbstlicht nach draußen lockt. Hren stammt aus Sittersdorf, eine halbe Stunde Fahrt südöstlich von Klagenfurt.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Eine Familie mit bäuerlichen Wurzeln, zu Hause sprach man Slowenisch, Kärntner Slowenisch. „Das ist ein Eck anders als slowenische Schriftsprache“, sagt er. Im Dorf sprach Karl mit den anderen Kindern oft Deutsch. Selbst wenn es Kinder von Kärntner Slowenen waren, wurde in ihren Familien das Slowenische oft nicht mehr weitergegeben. „Die Eltern haben mit den Kindern Deutsch gesprochen, damit die Kinder keine Nachteile hätten, nur weil sie Slowenisch sprechen.“ Einen Konflikt habe er damals, in den siebziger Jahren, nicht verspürt. Erst als er auf das slowenische Gymnasium kam, wurde die Nationalitätenfrage ein Thema für ihn.

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