Liverpool :
Der Angeklagte schweigt zur Amokfahrt

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Polizeizelte umgeben von Trümmern am Tatort im Stadtzentrum von Liverpool
Polizeizelte umgeben von Trümmern am Tatort im Stadtzentrum von Liverpooldpa

Paul Doyle, der Amokfahrer von Liverpool, wird wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Zu seinem Motiv schweigt der ehemalige Soldat weiterhin.

Der mutmaßliche Amokfahrer von Liverpool, der am Montag bei einer Fahrt in eine Menschenmenge ins­gesamt 79 Männer, Frauen und Kinder verletzte, muss sich vor Gericht unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung, versuchter Körperverletzung und gefahrvollen Fahrens verantworten.

Der 53 Jahre alte Paul Doyle erschien am Freitag zu einer ersten Anhörung vor dem Magistrates Court in Liverpool. Er bestätigte dort seine Personalien, schwieg aber zu den Tatvorwürfen oder seinem Motiv. Nach Angaben britischer Medien ist Doyle ein ehemaliger Soldat der britischen Marineinfanterie und ein dreifacher Familienvater. Die Polizei gab an, sie werte noch viele Videofilme über die Tat aus.

Gerichtszeichnung des angeklagten Paul Doyle
Gerichtszeichnung des angeklagten Paul DoyleReuters

Der Angeklagte, der aus Liverpool stammt, war am vergangenen Montag während einer Straßenparade, die nach dem Meistertitel des FC Liverpool in der britischen Premier League veranstaltet wurde, mit seinem Auto offenkundig zunächst in einer Menschenmenge stecken geblieben und war dann mit seinem Fahrzeug durch die Menge gefahren.

Viele der Verletzten mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Ein Kinderwagen wurde von dem fahrenden Auto in die Luft geschleudert, das Kleinkind, das sich darin befand, blieb unverletzt. Eine Spendenkampagne für die Opfer der Tat hat bislang umgerechnet fast 40.000 Euro eingesammelt.

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