Krippenkunst : Das Lächeln Madonnas für Kinder in Not

Rolf Justen widmet sich ganzjährig dem Weihnachtsfest. Der Mann aus Mayen in der Eifel schnitzt rund 20 Krippen im Jahr und spendet viel vom Verkaufserlös.
Der ältere Mann fährt mit einem spitzen Gegenstand über das Gesicht, das in seinen Händen ruht. Sein Blick ist ernst, konzentriert. Zufrieden mustert er das Ergebnis. „Sie müssen einfach nur alles Holz wegschnitzen, das nicht zur Madonna gehört“, meint er schmunzelnd, die Komplexität, die mit der Fertigung der detailreichen Figuren verbunden ist, in Anlehnung an den bekannten Spruch untertreibend. Rolf Justen ist Krippenschnitzer. Mit viel Geduld widmet sich der 77-Jährige oft Wochen dem Bau einzigartiger Modelle. Sobald ihm eine neue Idee kommt, verschwindet er nicht nur in der Vorweihnachtszeit für Stunden in seiner Werkstatt im Garten, die er sich nach dem Besuchen zahlreicher Kurse in Oberammergau eingerichtet hat.





