Studie des RKI : Deutlich mehr Infektionen in Kupferzell als bekannt

Rund 3,9 Mal mehr Kupferzeller als zunächst bekannt haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des RKI. Bei rund 28 Prozent der zuvor positiv Getesteten fanden die Forscher keine Antikörper.
In der Gemeinde Kupferzell im baden-württembergischen Hohenlohekreis haben sich seit Beginn der Pandemie 3,9 Mal mehr Einwohner mit dem Coronavirus infiziert als bisher bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Corona Monitoring Lokal“ des Robert-Koch-Instituts, deren erste Ergebnisse am Freitagmorgen präsentiert wurden. Insgesamt wurden bei 7,7 Prozent der insgesamt 2203 Studienteilnehmer Antikörper nachgewiesen. „Die Zahl der durch die Studie erfassten Fälle liegt deutlich über der Zahl der bisher bekannten und gemeldeten Fälle“, sagte Projektleiterin Claudia Santos-Hövener. Frauen seien etwas häufiger betroffen gewesen als Männer. 16,8 Prozent der Fälle seien asymptomatisch verlaufen, in den anderen Fällen hätten die Befragten mindestens eines von acht abgefragten Symptomen wie Fieber, Husten oder Atemnot bemerkt.





