Amerika gegen China : Pompeo dringt auf verschärfte Börsenregeln

Der amerikanische Außenminister will offenbar global strengere Regeln für Börsengänge chinesischer Unternehmen durchsetzen. Vorbild dafür soll die amerikanische Technologiebörse Nasdaq sein, die kürzlich ihre Vorschriften verschärft hatte.
Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo dringt nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auf global striktere Vorschriften für Börsengänge chinesischer Unternehmen. Alle Handelsplätze rund um die Welt sollten sich ein Beispiel an der amerikanischen amerikanischen Technologiebörse Nasdaq nehmen, die im Mai entschieden hatte, ihre Regeln entsprechend zu verschärfen, heißt es in Anmerkungen für eine Rede Pompeos, die Reuters einsehen konnte und die der amerikanischen Chefdiplomat noch am Donnerstag halten wollte. Demnach hat Pompeo auch vor, amerikanische Investoren vor mutmaßlich betrügerischen Buchhaltungspraktiken von Unternehmen mit Sitz in China zu warnen.
Der Schritt der Nasdaq erfolgte wegen Bedenken hinsichtlich der Transparenz chinesischer Börsenkandidaten und nach Bilanzskandalen wie den um den chinesischen Starbucks-Konkurrenten Luckin Coffee. Das verschärfte Vorgehen der Amerikaner gegen chinesische Unternehmen fällt aber auch in eine Phase äußerst angespannter politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.





