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Börsengang in New York : Chinas Starbucks-Rivale Luckin will an die Börse

  • Aktualisiert am

Chinas Starbucks-Rivale Luckin Coffee will an die Börse. Bild: Reuters

Der chinesische Starbucks-Mitbewerber Luckin Coffee plant den Börsengang in New York. Das Unternehmen hat große Pläne und will allein dieses Jahr 2500 Filialen eröffnen.

          Der schnell wachsende chinesische Starbucks-Rivale Luckin Coffee nimmt Kurs auf die New Yorker Börse. Der Kaffeespezialist teilte mit, einen Börsengang bei der zuständigen Aufsicht SEC beantragt zu haben. Das Emissionsvolumen und die Zahl der auszugebenden Aktien blieben zunächst unklar.

          Laut den bei der SEC hinterlegten Daten soll das Volumen 100 Millionen Dollar betragen, es dürfte sich bei dieser Angabe allerdings um einen bloßen Platzhalter handeln. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr, dass das Verluste schreibende Startup bei der im Mai geplanten Börsennotierung 500 bis 800 Millionen Dollar einsammeln könnte. Das wäre in diesem Jahr der bislang größte Börsengang eines chinesischen Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Der Börsenwert von Luckin Coffee könnte sich auf vier bis fünf Milliarden Dollar belaufen, sagten Insider. Credit Suisse und Morgan Stanley sollen die Aktienemission organisieren.

          Luckin Coffee wächst rasant und will möglichst noch in diesem Jahr Starbucks als größte Kaffeehauskette in China überholen. Das junge Unternehmen, das bei der jüngsten Finanzierungsrunde mit fast drei Milliarden Dollar bewertet wurde, will allein in diesem Jahr 2500 Filialen eröffnen und dann mehr als 4500 Filialen betreiben. Starbucks hatte zuletzt mehr als 3600 Filialen in der Volksrepublik und ist ebenfalls auf Expansionskurs.

          Luckin Coffee wurde offiziell erst Anfang 2018 gegründet. Damit ist der Weg an die Hongkonger Börse verwehrt, denn dort werden für einen Schritt aufs Parkett Bilanzen für drei Jahre verlangt. Im vergangenen Jahr verbuchte Luckin Coffee nach Unternehmensangaben einen Verlust von umgerechnet 120 Millionen Dollar. Zu den Eigentümern der Firma zählt der singapurische Staatsfonds.

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