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Corona-Krise : Entschlossene Notenbank

Notenbankchef Jerome Powell Bild: Reuters

Die amerikanische Zentralbank zeigt, wie ernst sie das Coronavirus nimmt. Ob ihre Zinssenkung etwas bringt, bleibt aber fraglich.

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          Die Federal Reserve zeigt, wie ernst sie das Coronavirus nimmt. Außer der Reihe senkt sie den Leitzins um einen halben Prozentpunkt.

          Die Fed bescheinigt der Epidemie ein hohes Gefahrenpotential. Das ist überzeugend – tatsächlich stellt das Virus zentrale Elemente der Weltwirtschaft in Frage: die internationale Arbeitsteilung und die globalen Wertschöpfungsketten.

          Grenzschließungen, Absage von Flügen und Messen, temporäre Stilllegungen von Fabriken können angemessene Maßnahmen sein, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Sie haben aber einen Preis, etwa die sich nun häufenden Wachstumsrevisionen.

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          Die Frage bleibt, welche Wirksamkeit die Geldpolitik gegen solche Schocks hat. Von Behörden geschlossene Fabriken nehmen die Produktion nicht wieder auf, weil sich plötzlich die Kreditbedingungen verbessert haben.

          Allerdings hat das Virus ganz offensichtlich auch Auswirkungen auf die Nachfrage. Gastwirte beklagen weniger Besucher, der Tourismus leidet in einigen Regionen in Amerika deutlich. Die Hoffnung, dass lockere Geldpolitik hier etwas bewirkt, ist nicht groß, aber vielleicht auch nicht ganz vergebens.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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