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Marktbericht : Siemens belastet die Aktienkurse

  • Aktualisiert am

Schweißarbeiten im Schienenfahrzeugwerk von Siemens in Krefeld Bild: dpa

Der Aktienmarkt steht am Dienstag unter Druck. Vor allem die ungünstig aufgenommenen Ergebnisse von Siemens belasten den Markt.

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          Der deutsche Aktienmarkt wird am Dienstag von schlecht aufgenommenen Geschäftszahlen von Siemens und skeptischen Analystenstimmen zu anderen Konzernen gebremst, sagen dagegen Händler. Anleger warteten nach der starken Rallye und vor dem Treffen der amerikanischen Notenbänker erst einmal ab, sagte Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Einige Investoren nähmen Gewinne mit. Auf den Machtwechsel in Griechenland reagierte der breite Markt kaum.

          Der Dax fällt um 1,2 Prozent auf 10.671 Zähler. Der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index gibt knapp 1 Prozent auf 2199 Punkte nach.

          Siemens verlieren 3 Prozent . Ein kräftiger Gewinnrückgang in der bisher so ertragreichen Kraftwerks- und Medizintechnik hat den Industriekonzern im abgelaufenen Quartal belastet. Goldman Sachs setzte mit einer Branchenstudie die Automobilwerte unter Druck. So stufte die amerikanische Investmentbank unter anderem die BMW-Aktie ab, die um 1,7 Prozent fällt. Daimler strichen die Goldman-Experten von ihrer Empfehlungsliste; der Kurs sinkt ebenfalls um 2,3 Prozent.

          Eine düstere Prognose des Wechselrichter-Herstellers SMA Solar für das laufende Jahr lässt dessen Aktienkurs um knapp 16 Prozent auf 12,33 Euro fallen. Der Solarzulieferer baut angesichts schrumpfender Verkaufszahlen weitere 1000 Stellen ab. In diesem Jahr rechnet SMA mit abermals rückläufigen Umsätzen und erwartet auch für die kommenden Jahre starken Preisdruck.

          Eurokurs stabilisiert sich

          Der Euro hat am Dienstagmorgen deutlich aufgewertet und ist wieder über die Marke von 1,13 Dollar gestiegen. Vom Höchstkurs bei 1,1345 Dollar kam die Gemeinschaftswährung allerdings wieder zurück und notiert wieder knapp unter 1,13 Dollar. Damit hat der Euro seit der Nacht nach der Wahl in Griechenland dennoch um rund 2 Cent gegen den Dollar aufgewertet. Händlern zufolge gibt es keinen konkreten Auslöser für die Kursgewinne. „Das sieht nach einer technischen Gegenbewegung aus, nachdem  der Euro zuletzt so stark gefallen ist“, sagte ein Börsianer

          „Am Markt wird der Sieg von Syriza als Anti-Spar-Bewegung wahrgenommen und weniger als Anti-Euro-Bewegung”, sagte Sireen Harajli, Stratege bei der Mizuho Bank. New York. Die quantitative Lockerung (QE) der Europäischen Zentralbank sei im Gesamtzusammenhang wichtiger als das Thema Griechenland. Nachdem eine starke Abwertung im Gefolge der Wahlen ausblieb, gehen einige Beobachter davon aus, dass der Wechselkurs nun einen Boden gefunden hat.

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