Tschudow-Einsiedelei : Den Kreml-Herrscher zieht es ins Kloster
Präsident Putin will die Tschudow-Hofeinsiedelei, die einst von den Bolschewiken zerstört wurde, wieder aufbauen lassen. Leute aus dem Geheimdienst, meint der Schriftsteller Jerofejew dazu, seien immer schon abergläubisch fromm gewesen.
Da der „russische Frühling“, wie Moskau die Intervention in der Ostukraine taufte, im Sommer schon seinen Spätherbst erlebt, hat der von politischer Einsamkeit geplagte Präsident Putin vorgeschlagen, im Kreml das von den Bolschewiken zerstörte Tschudow-Kloster wieder zu errichten. Das Staatsoberhaupt wäre dafür bereit, auf das Gebäude Nummer 14 seiner Präsidialverwaltung zu verzichten, das jetzt an der Stelle der traditionsreichen Zarenhofeinsiedelei steht, die einst zu den reichsten Feudalherren des Landes gehörte und selbst bei Differenzen zwischen Zar und Kirche zum Selbstherrscher hielt - etwa zu Iwan dem Schrecklichen in seinem Konflikt mit dem später ermordeten Metropoliten Philipp.






