Streit um Autobiographie :
Apropos Allen

Andreas Kilb
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Unschuldig oder auch nicht: Woody Allen 2016 beim Filmfestival von Cannes
Unschuldig oder auch nicht: Woody Allen 2016 beim Filmfestival von Cannesdpa

Hat Woody Allen vor achtundzwanzig Jahren seine Adoptivtochter Dylan Farrow missbraucht? Der Vorwurf ist nicht bewiesen, überschattet aber jetzt die Veröffentlichung von Allens Autobiographie.

Das Bitterste am Skandal um Woody Allen ist der Gedanke, dass wir wohl nie erfahren werden, was wirklich passiert ist. Im Sommer 1992 soll Allen seine damals siebenjährige Adoptivtochter Dylan Farrow sexuell missbraucht haben. Der Fall, der nie vor Gericht kam, wurde vom Sorgerechtsstreit zwischen Allen und seiner Lebensgefährtin Mia Farrow überschattet, die er mit Farrows Adoptivtochter Soon-Yi Previn betrogen hatte. Vor sechs Jahren wiederholte Dylan Farrow, die Gutachter als verträumtes Kind mit schwankendem Realitätssinn bezeichnet hatten, in der „New York Times“ den Missbrauchsvorwurf. Ihr jüngerer Bruder Ronan, inzwischen ein bekannter Sachbuchautor und Auslöser der Ermittlungen gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein, stellte sich auf ihre Seite, während Dylans älterer Bruder Moses seinem Adoptivvater Woody Allen beisprang. Auch Mia Farrow und Soon-Yi mischten sich ein.

FAZ

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