Das Wörtchen „woll“ : Bestätigungserheischung bestätigt

Keine ganze Themenwoche widmet ein Radiosender aus dem Sauerland dem Bemühen, das dort gebräuchliche Wort „woll“ in den Duden zu bekommen. Dabei ist es längst auf dem Parnass der Sprachkultur angekommen.
„Da biste platt, woll?!“, sagt der Sauerländer, und das lässt sich in diesem Fall auch sehr gut nachempfinden. Denn das Wörtchen „woll“, mit dem der Sauerländer gerne einen guten Satz zu Ende bringt, soll in den Duden. Dafür macht sich Radio MK in Iserlohn, dem „Tor zum Sauerland“, in einer Themenwoche stark: „Wir von Radio MK und unsere Hörer sind stolz auf unsere Heimat und unseren Dialekt. Darum wollen wir ,woll‘ den Platz verschaffen, der ihm zusteht“, teilt der Sender mit und sammelt Unterschriften, die er an die Duden-Redaktion weiterleitet. Dabei geht es um nicht weniger als um eine landsmannschaftliche Gleichstellung, denn was im Süden „gell“ und im Norden „nech“ ist, lautet im Sauerland „woll“, nur dass „woll“, anders als „gell“, eben (noch!) nicht im Duden steht.






