Russischer Rocksänger protestiert : Rocksänger will Moskau aufrütteln
Der Frontmann der russischen Punkrockband „Naiv“, Alexander Iwanow, fordert sein Moskauer Publikum auf, sich über des Schicksal der dreizehnjährigen Mascha zu entsetzen, die wegen ihrer zum Frieden in der Ukraine mahnenden Zeichnung in ein Kinderheim gesperrt worden war.
Der Frontmann der russischen Punkrockband Naiv, Alexander Iwanow, hat während eines Konzerts in Moskau das Publikum aufgefordert, sich über das Schicksal der dreizehn Jahre alten Mascha Moskaljowa zu informieren, die von ihrem sie allein erziehenden Vater getrennt und in ein Kinderheim gesperrt worden war, weil sie im Kunstunterricht eine zum Frieden in der Ukraine mahnende Zeichnung angefertigt hatte. Iwanow trat in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Mascha Moskaljowa“ auf die Bühne. Er könne den Fall nicht ignorieren, sagte der Sänger, er habe die Gedanken daran zu verscheuchen versucht, aber es sei ihm nicht gelungen, die Geschichte verfolge ihn, vielleicht, weil er selbst eine Tochter im Alter von Mascha habe. „Freunde, ich bitte euch: Googelt den Fall, erfahrt, was passiert ist, und entsetzt euch über das, was mit Mascha und ihrer Familie wegen ihrer Zeichnung geschah“, erklärte der Musiker. Der Vater des Mädchens, Alexej Moskaljow, wurde im vergangenen Monat wegen Diskreditierung der russischen Streitkräfte zu zwei Jahren Strafkolonie verurteilt. Die Mutter von Mascha, die sich geweigert hatte, sie aufzunehmen, soll sie inzwischen aus dem Heim abgeholt haben. Das Publikum applaudierte Iwanow und skandierte „Scheißkrieg“.
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