Die Fehler von Pisa : Wozu noch lesen?

Die technokratische Pisa-Pädagogik erklärt Lesen als Mittel zum Zweck. So verleidet sie nicht nur Schülern das Lernen, sondern auch Europa.
Nach den Ergebnissen der jüngsten Pisa-Studie ist die Verwirrung besonders groß. Denn eigentlich hat Deutschland im Sinne des von der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) verfügten Pisa-Regiments doch alles richtig gemacht, seitdem die Untersuchung 2001 zum ersten Mal einen Schock auslöste. Es hat, wie das die ökonomischen Kriterien der Erhebung nahelegen, sein Schulsystem auf ein „output-orientiertes Lernen“ umgestellt, bei dem es mehr auf Kompetenzen als auf Wissen ankommt, und zur besseren „Qualitätskontrolle“ hat es entsprechende Bildungspläne erstellt, mit denen sich der Output fortlaufend überprüfen lässt. Und nun zeigt sich also, dass trotz aller Kompetenz- und Ergebnisorientierung die Testergebnisse selbst bei den grundlegendsten aller Kompetenzen, Lesen und Rechnen, immer noch weiter nachlassen; jeder fünfte Fünfzehnjährige soll es kaum schaffen, Texte so zu lesen, dass er sie versteht. Wie ist das zu erklären? Hat es wirklich nur mit der gestiegenen Zuwanderung zu tun, auf die viele Experten jetzt gern verweisen?
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





