Opernuraufführung in Dresden : Zum Schluss eine Prise Israel-Kritik

Detlev Glanerts „Die Jüdin von Toledo“ ist eine gediegene Historienoper. Jetzt wurde sie in Dresden uraufgeführt, mit Bezug zum aktuellen Gazakonflikt. Ohne etwas Brisanz geht es ja nicht.
Die oft behauptete und erstaunlich oft auch belegbare, manchmal geradezu herzinnige Verbindung von Katholizismus und Faschismus – Systemtheoretiker würden von „struktureller Resonanz“ sprechen – ist immer wieder ein dankbares Sujet für Opernregisseure. Wir erinnern uns noch lebhaft an Hans Neuenfels’ Berliner Inszenierung von Verdis „Macht des Schicksals“, in welcher der katholische Klerus als Handlanger einer Militärjunta im Panzerspähwagen – heidewitzka! – zur Messe fuhr.
Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos,
ohne
versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
erhalten
und immer aktuell informiert bleiben.


