Salzburger Festspiele : Ein gefährlicher Triumph

Lange waren die Opern von Puccini in Salzburg verpönt. Jetzt wird der Komponist mit „Il trittico“ durch Christof Loy und Franz Welser-Möst rehabilitiert. Die Sängerin Asmik Grigorian geht dabei hohe Risiken ein.
Puccini in Salzburg? Lange Zeit undenkbar. Noch für Gérard Mortier war der letzte Großmeister der italienischen Oper – „Ich sehe mir doch auch nicht den ,Untergang der Titanic‘ an“ – festivalunwürdig. Es sei also Zeit, befand Markus Hinterhäuser, die in den heil’gen Hallen Mozarts ein Jahrhundert lang nicht geduldeten Stücke zu rehabilitieren. Die Wahl fiel auf einen Zyklus von drei Kurzopern: „Il Tabarro“, einen brutalen veristischen Reißer; „Suor Angelica“, eine sentimentalische Frauentragödie; und „Gianni Schicchi“, die Posse eines Erbschleichers. Für die Inszenierung wurden mit Christoph Loy ein herausragender Regisseur gewonnen, mit Franz Welser-Möst der Erfolgsdirigent der letzten Festspieljahre und mit der Sopranistin Asmik Grigorian eine neues Sänger-Idol für die drei weiblichen Hauptrollen.
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