FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Salzburger Festspiele :
Ein gefährlicher Triumph

Von
Jürgen Kesting
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Asmik Grigorian verausgabt sich in „Suor Angelica“
Asmik Grigorian verausgabt sich in „Suor Angelica“dpa

Lange waren die Opern von Puccini in Salzburg verpönt. Jetzt wird der Komponist mit „Il trittico“ durch Christof Loy und Franz Welser-Möst rehabilitiert. Die Sängerin Asmik Grigorian geht dabei hohe Risiken ein.

Puccini in Salzburg? Lange Zeit undenkbar. Noch für Gérard Mortier war der letzte Großmeister der italienischen Oper – „Ich sehe mir doch auch nicht den ,Untergang der Titanic‘ an“ – festivalunwürdig. Es sei also Zeit, befand Markus Hinterhäuser, die in den heil’gen Hallen Mozarts ein Jahrhundert lang nicht ge­duldeten Stücke zu rehabilitieren. Die Wahl fiel auf einen Zyklus von drei Kurzopern: „Il Tabarro“, einen brutalen veristischen Reißer; „Suor Angelica“, eine sentimentalische Frauentragödie; und „Gianni Schicchi“, die Posse eines Erbschleichers. Für die Inszenierung wurden mit Christoph Loy ein herausragender Re­gisseur gewonnen, mit Franz Welser-Möst der Erfolgsdirigent der letzten Festspieljahre und mit der Sopranistin Asmik Grigorian eine neues Sänger-Idol für die drei weiblichen Hauptrollen.

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