Datenhandel : Wie gekaufte Daten Spionage erleichtern

Mit frei verkäuflichen Standortdaten lassen sich Arbeitswege und Wohnorte von Mitarbeitern deutscher Sicherheitsbehörden rekonstruieren. Das zeigt eine Recherche von BR und „netzpolitik.org“.
Ausländische Geheimdienste können Standortdaten von Navigations-, Dating oder Wetterapps nutzen, um die Tagesabläufe von Mitarbeitern deutscher Sicherheitsbehörden nachzuzeichnen. Das zeigt eine Recherche des Bayerischen Rundfunks (BR) und des Online-Mediums „netzpolitik.org“. Das Reporterteam erstellte mithilfe von frei verkäuflichen Standortdaten eines kommerziellen Datenhändlers Bewegungsprofile von Mitarbeitern aus Bundesministerien, der Bundeswehr, Geheimdiensten und Rüstungsunternehmen. In vielen Fällen hätten die Profile Rückschlüsse auf Wohnort, Familienverhältnisse und sogar Arztbesuche zugelassen, so das Rechercheteam von BR und „netzpolitik.org“.


