Streit der Zeitungseigner :
Kampf um „Le Monde“

Von
Jürg Altwegg
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Er rechnet durch: Der tschechische Investor Daniel Kretinsky.
Er rechnet durch: Der tschechische Investor Daniel Kretinsky.dpa

Die Eigentümer von „Le Monde“ liegen sich in den Haaren, die Redaktion ist alarmiert. Der tschechische Unternehmer Daniel Kretinsky will offenbar seine Anteile an dem Weltblatt erhöhen.

Bei „Le Monde“ ist es wie bei anderen Zeitungen: über die Vorfälle im eigenen Haus wird mit Zurückhaltung berichtet. Am Donnerstag veröffentlichte das Pariser Weltblatt einen Artikel, der mit den Worten beginnt: „Die Spannungen haben weiter zugenommen.“ Es geht um das Zerwürfnis der wichtigsten Aktionäre, den Telekomunternehmer Xavier Niel und den Banker Matthieu Pigasse. Die branchenfremden Millionäre hatten zusammen mit Pierre Bergé „Le Monde“ in bester Einmütigkeit gekauft und nach Bergés Tod auch dessen Anteile übernommen. Die Zeitung ist redaktionell auf einem guten Weg und hat rund 200.000 Online-Abonnenten. Doch Pigasse ist das Geld ausgegangen. Er hat erfolglos versucht, seine Anteile dem tschechischen Unternehmer Daniel Kretinsky zu verkaufen. Seither herrscht Streit – den „Le Monde“ bis gestern verschwieg.

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