Videospiel „Ghost of Yōtei“ : Eine Frau sieht rot

„Ghost of Yōtei“, das aufwendigste Videospiel dieses Jahres, ist eine bildgewaltige Reise in das Japan am Übergang in die Neuzeit. Und ein brutaler Rachefeldzug gegen die Männerwelt.
Es ist Spätsommer im Norden Japans. Die Chrysanthemen blühen im Garten vor dem einfachen Holzhaus, der Ginkgo verliert die ersten Blätter. Das Mädchen Atsu steht mit der Mutter im saftigen Garten der Familie, sie schauen den Berg in der Ferne an: den Yōtei. Oben schneebedeckt, symmetrisch, perfekt geformt, in Japan nennen sie ihn den „kleinen Fuji“. Beim Schrein ganz oben haben die Eltern traditionelle Talismane für ihre Zwillinge hinterlegt, sogenannte O-Mamori, erzählt die Mutter: „Wenn ihr alt genug seid, werden du und dein Bruder auf den Gipfel steigen und den Segen des Berges empfangen.“


