TV-Film „Club Europa“ : Denn sie wissen, wo die Tür ist

In „Club Europa“ nimmt eine Kreuzberger WG einen Flüchtling aus Kamerun auf. Der Film zeichnet das Porträt einer Generation, die alles richtig machen will – und doch scheitert.
Sie möchte, sagt die junge Frau wie in einer Dokumentation in die Kamera, „einfach Teil der Lösung sein“ und „nicht nur das Problem sehen“. Das ist lobenswert, und in der Berliner Altbauwohnung, die sich die 28 Jahre alte Martha mit zwei Mitbewohnern teilt – hohe Decken, weiße Holztüren, lange Vorhänge –, wird das Wohnzimmer ohnehin kaum genutzt. Nun bekommt es Samuel, ein Asylbewerber aus Kamerun. Dass die WG-Bewohner unterschätzen, was die Flüchtlingshilfe an seelischen Anforderungen mit sich bringt, wird im Laufe des Kammerspiels „Club Europa“, das beim „Filmfestival Max Ophüls Preis“ den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film erhielt, erst viel später erkennbar.





