ARD-Serie „Bonusfamilie“ : Vier Eltern, acht Großeltern – das passt!

Die ARD poliert eine Patchwork-Serie aus Schweden auf und präsentiert uns die „Bonusfamilie“. In der haben die Kinder mindestens ebenso viel Mühe mit ihren Eltern, wie ihre Eltern mit ihnen.
Aus Schweden kommen Sachen, die andere Länder alt aussehen lassen. Ikeas designgewordene Inklusivität. Eine ungezwungene Duzkultur, die den König einschließt, und ein zumindest außerhalb Schwedens bewundertes Wohlfahrtssystem. Filme werden im Original gesendet, weswegen Schweden akzentfrei Englisch sprechen. Sjöwall und Wahlöö haben den sozialkritischen Kriminalroman ersonnen, „Kommissarin Lund“ ist als weibliche Antiheldin im Schlabberpulli in Krimiserie gegangen. Selbst zerrüttete Familien sind seit je moderner als anderswo. Pipi Langstrumpf, eine Halbwaise mit abwesendem Vater, erzog sich selbst und lehrte die Lehrerin Mores. Während andernorts mit dem Lebensmodell der „Patchworkfamilie“ gehadert wird, haben die Schweden mit der Erfindung eines neuen Begriffs auch die Sache selbst ins Positive gewendet.





