Pressefreiheit in Kamerun :
Journalist im Haus von ehemaligem Minister in Hundezwinger gesperrt

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Über seine Regierungsumbildung hatte der Reporter berichtet: Kameruns Präsident Paul Biya
Über seine Regierungsumbildung hatte der Reporter berichtet: Kameruns Präsident Paul BiyaPicture-Alliance

Am Tag, nachdem der Verkehrsminister Kameruns aus dem Amt ausgeschieden war, hat ein Journalist dessen Haus besuchen wollen. Er wurde ausgezogen, geschlagen und mit Wasser bespritzt.

In Kamerun ist der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) zufolge ein Journalist im Haus eines ehemaligen Ministers ausgezogen, geschlagen und in einen Hundezwinger gesperrt worden. Der Reporter habe das Haus des ehemaligen Verkehrsministers Alain Edgard Mebe Ngo’o am Samstag besucht, teilte RSF am Mittwoch mit. Am Vortag sei der Minister aus dem Amt geschieden.

„Nachdem er sich bei einem Wachmann am Eingang zum Gebäude gemeldet hatte, wurde der Journalist vom Polizeidienst des Ministers festgenommen, ausgezogen, brutal geschlagen, in einen Käfig für Hunde gesperrt und mit Wasser bespritzt“, teilte RSF mit. Unter dem Vorwurf der Spionage sei er mehrere Stunden verhört worden.

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Der Reporter der örtlichen Zeitung „Le Jour“ hatte über die Regierungsumbildung von Präsident Paul Biya berichtet. Die Zeitung behält sich nach der Misshandlung ihres Journalisten rechtliche Schritte vor. Der Journalistenverband des zentralafrikanischen Landes verurteilte „die abscheuliche Tat“ auf das Schärfste. Kamerun stand 2017 auf der RSF-Länderliste zur Pressefreiheit auf Platz 130 von 180.

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