Video-Filmkritik „When Animals Dream“ : Zerrissene Jugend
Auf den Spuren der Schauerromantik Lars von Triers: Der Horrorfilm „When Animals Dream“ zeigt die Angst einer Dorfgemeinschaft vor einer jungen Frau mit geheimnisvoller Herkunft. Nichts für zarte Seelen.
Zwei Dinge bekommt Marie an dem Tag, an dem sie in der Fischfabrik zu arbeiten beginnt: ein scharfes Messer und eine Plastikschürze. Mit dem Messer muss sie den toten Tieren unter die Haut, die Eingeweide hervorholen. Hinter der Schürze könnte sie ihre Würde bewahren, den Gestank auf Distanz halten. Doch die Kollegen haben da ja noch ein Ritual, um diesen ersten Tag in der Fabrik zu begehen. Über und über besudelt, steht Marie schließlich da und wird dann ganz schnöde mit dem Schlauch abgespritzt, mit dem später die Räume der Fabrik gesäubert werden.





