Prozess in Paris : Roman Polanski freigesprochen

Roman Polanski war wegen Verleumdung angeklagt worden, weil er Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs als „abscheuliche Lüge“ bezeichnet hatte. Nun hat ein Gericht in Paris ihn freigesprochen.
An dem Tag, an dem mehr als einhundert prominente Frauen (und einige Männer) einen in „Le Monde“ veröffentlichten Apell lancierten, in dem sie ein Gesetz fordern, das Opfer sexuellen Missbrauchs besser schützen und eine Strafverfolgung von Serientätern erleichtern soll, ist im Prozess gegen den Regisseur Roman Polanski das Urteil gefallen: Er wurde freigesprochen. Die Schauspielerin Charlotte Lewis hatte ihn wegen Verleumdung verklagt, weil er die von ihr erhobenen Vorwürfe, er habe sie in den achtziger Jahren sexuell missbraucht, in einem Interview mit „Paris Match“ als „abscheuliche Lüge“ bezeichnet hatte. Die Richter der 17. Strafkammer des Pariser Gerichts hatten nun darüber zu entscheiden, ob der Filmemacher mit seinen Äußerungen das Recht auf freie Meinungsäußerung missbraucht hat oder nicht.


