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Weint seiner James-Bond-Rolle keine Träne nach: Daniel Craig (links) mit Drew Starkey in Luca Guadagninos Wettbewerbsfilm „Queer“
Weint seiner James-Bond-Rolle keine Träne nach: Daniel Craig (links) mit Drew Starkey in Luca Guadagninos Wettbewerbsfilm „Queer“Yannis Drakoulidis

Daniel Craig nach James Bond: In Luca Guadagninos „Queer“ gibt der Brite die schwule Hauptfigur. Pedro Almodóvar wiederum lässt Tilda Swinton mit Julianne Moore über den Tod diskutieren.

Die Frau am Einlass in den Festivalpalast trägt am Dienstagmorgen ein schwarzes T-Shirt mit 007-Aufdruck. Sie wartet auf Daniel Craig. Die Rolle des Spions im Geheimdienst Ihrer Majestät hat die Karriere des britischen Schauspielers über fünfzehn Jahre hinweg bestimmt. Wie kommt man vom Image des stahlharten Actionhelden weg? Craig nahm dafür die Hauptrolle in Luca Guadagninos „Queer“ an, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von William S. Burroughs, die im Wettbewerb gezeigt wird. Die Vorlage galt lange als skandalös; 1952 geschrieben, wurde das Buch erst 1985 veröffentlicht. Als zu anstößig hatte man die Darstellung von homosexuellem Begehren zuvor empfunden. Guadagnino umarmt das Thema, erzählt vom Finden und Ausleben der Sexualität.

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