Das Videospiel „Fall Guys“ : Ist doch ein Kinderspiel

Warum sind Gamer verrückt nach „Fall Guys“? Das Spiel ist bunt, simpel und lädt ein, anderen ein Bein zu stellen. Doch eigentlich dreht sich alles um den grell angestrichenen Spaß am Besser-Sein.
Man wird misstrauisch, wenn das quietschbunte, aber in Sachen Anspruch und Unterhaltung eher übersichtliche Medienprodukt einer Boombranche laut einschlägigen und weniger einschlägigen Publikationen als „weltweit in aller Munde“, „ein riesiger Erfolg“, „das feel-good-game des Sommers“, „der Hit des Jahres“, „wacklig, ungenau, saublöd“ – und genau deshalb „so gut“ angepriesen wird; angeblich ein Videospiel-Titel, dessen „Erfolge und Rekorde nicht abreißen“ und den „jeder spielen will“. Da kann man als Kritiker noch so lange auf seinen Bauch hören, sich auf den Kopf stellen und wehren – irgendwann fürchtet man sich doch, das Geschrei, die Bilder-, Video- und Artikelflut weiter zu ignorieren. Das war beim „Phänomen“ Fortnite nicht anders, das zu großen Teilen schlicht ein Influencer-Marketing-Phänomen war, darüberhinaus allenfalls ein besseres „Candy Crush“, das allerdings Können verlangte.





