Funke-Mediengruppe : Rückzug auf Raten

Die Funke-Mediengruppe will „eine Versorgung der Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten“ etablieren. Sie könnte in Thüringen das Ende der Papierzeitung einläuten.
Es war nur eine Pressemitteilung der Funke-Mediengruppe. Ende der vergangenen Woche schlug sie in Thüringen jedoch wie eine Bombe ein. Unter dem Titel „Mehr als eine Restrukturierung“ kündigte der Essener Konzern an, seine Regional- und Lokalmedien bundesweit „neu aufzustellen“, also zu sparen und zu kürzen. Thüringen, wo Funke mit der „Thüringer Allgemeine“ (Erfurt), der „Thüringische Landeszeitung“ (Weimar) und der „Ostthüringer Zeitung“ (Gera) quasi ein Monopol besitzt, kam in einem Satz vor: „Für die Thüringer Titel werden Szenarien erarbeitet, wie eine Versorgung der Leserinnen und Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten gewährleistet werden kann.“ Daraus zogen nicht wenige den Schluss, dass Funke gedruckte Ausgaben einstellen will. Gegenüber dem MDR bekräftigte das Unternehmen, dass der Umstieg so schnell wie möglich kommen solle, wenn die Entscheidung einmal gefällt sei.





