Streik der Künstler : Fake News war gestern, hier kommt Fake Art

Liebe Ivanka: Amerikanische Künstler rufen zum Streik gegen Trump. Doch was bringt es, etwas wegzunehmen, das die allermeisten ohnehin kaum wahrnehmen?
Wenn an diesem Freitag in Washington der nächste Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird, dürfte es einen Donnerhall geben. Vielleicht kommt es ja zu Neuwahlen. Mindestens aber werden die Wähler, wie es in Texten über Kunst so gerne heißt, zum Nachdenken angeregt. Denn zur historischen Zahl von mehr als zwei Dutzend Protestkundgebungen, die in der Hauptstadt angemeldet wurden, kommt nun auch noch: ein Kunststreik! „Keine Arbeit, kein Unterricht, kein Handel“, lautet ein Aufruf, den rund 150 teils namhafte Künstler, Kritiker und Kuratoren unterschrieben haben, darunter Cindy Sherman, Richard Serra und Joan Jonas. „Museen. Galerien. Theater. Konzerthallen. Ateliers. Nonprofits: Bleibt an diesem Tag geschlossen. Geht auf die Straße. Bringt eure Freunde mit. Wehrt euch.“ Alle Museumsdrehtüren stehen still, wenn dein rechtschaffener Geist es will.





