Der neue Turm der Tate Modern : Ein Opfer ihres Erfolgs

Großer Rahmen für fragwürdige Präsentationen: Die Londoner Tate Modern weiht ihr neues Switch House ein. Das Motto: „Die Kunst verändert sich. Wir auch“.
Die langerwartete Erweiterung von Tate Modern ist ein Triumph. Und ein Unglück. Der Triumph liegt in dem Anbau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, der sich wie ein Kapitelhaus an die mächtige Kathedrale des Kraftwerkes am südlichen Themseufer schmiegt, in das Britanniens erstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst im Jahr 2000 siegreich Einzug hielt. Doch für jeden, der von einer ständigen Sammlung mehr verlangt als politisch korrekte Konzepte, „offene Experimente“, kollektive performative Erfahrungen und eine den Wirrwarr der schnelllebigen Gesellschaft spiegelnde Flut von Bildern und Eindrücken, bedeutet die neue Präsentation des Bestandes ein Unglück.





