Zwischen Rhein und Ruhr : So viel Fotografie war nie
Die Ausstellung „Subjekt und Objekt“ in Düsseldorf präsentiert im Rundumschlag Fotokünstler zwischen Rhein und Ruhr. Dabei gestattet sie sich alle Freiheiten zwischen Sammelsurium und Fundgrube.
Ein riesiges Smartphone empfängt den Besucher der Ausstellung „Subjekt und Objekt“, Johannes Post hat es als Folie auf die Fensterscheibe der Kunsthalle Düsseldorf geklebt und präsentiert damit beispielhaft den meistbenutzten Fotoapparat der Gegenwart. Das Schutzglas ist gesplittert und sieht so gar nicht nach Warenfetisch aus, vielmehr fragt man sich, welches gelebte Leben in den Händen von Jugendlichen, vielleicht aber auch auf einer langen, erzwungenen Reiseroute dieses Handy wohl ramponiert haben mag. Und was darüber so alles kommuniziert wurde. Zu solchen Assoziationen lässt der 1983 in Neuss geborene Künstler weitere flüchtige Bilder hinzutreten. Außen spiegelt man sich auf dem menschengroßen Display, von innen schaut man hindurch auf den Grabbeplatz und sieht die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in jener malerischen Unschärfe, in der sie Gerhard Richter einmal auf die Leinwand gebracht hat.





