Goyas Frau im Krieg ist heutig : Kubisten aller Länder, verteidigt euch

Künstler und Individuen im Krieg: In der Ukraine erstehen Goyas Partisanen in selbst gefertigter Camouflage wieder auf.
Eines der bestürzendsten Blätter aus Francisco de Goyas ohnedies traumatisierender Partisanenkriegsserie „Desastres de la Guerra“ (Die Schrecken des Krieges) ist das vom Künstler „Que valor!“ (Welcher Mut!) benannte. Eine Frau ist dort beim Abfeuern einer riesigen Kanone zu sehen, die sie gegen den im Bild nicht sichtbaren Feind richtet. Die französische Invasionsarmee hat jedoch schon schrecklich gewütet, denn die ab dem Oberkörper verdunkelte Frau ist nur über einen Haufen gefallener Verteidiger hoch zu dem Geschütz gelangt. Ihr kriegsuntauglich langes Kleid weist sie als Zivilistin aus, die überraschend in das mörderische Geschehen einbezogen wurde.


