Gerhard Richters „Birkenau“ : Hier gibt es nichts zu sehen

In Düsseldorf kombiniert Gerhard Richter seine vier „Birkenau“-Bilder mit kleinformatigen Blättern. Was sagt er damit über dieses vielbesprochene Werk?
Man darf die Serie von vier Gemälden Gerhard Richters, die jetzt Gegenstand einer monographischen Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist, als typisches, keineswegs singuläres Werk der modernen Kunst betrachten. Lehrbuchreif illustriert sie eine der meistverbreiteten Definitionen dieser Kunst, den Gedanken der Kommentarbedürftigkeit des Kunstwerks, den der Soziologe Arnold Gehlen 1960 in seinem Buch „Zeit-Bilder“ formuliert hat. Die vier abstrakten Gemälde mit den monumentalen Maßen 2,60 mal 2 Meter kann man nicht verstehen, ohne sich etwas zu ihnen sagen zu lassen. Man benötigt Informationen zu ihrer Entstehung.





