Entlassung beantragt : Juli Zeh hört als Verfassungsrichterin auf

Die Schriftstellerin Juli Zeh lässt sich einem Zeitungsbericht zufolge als ehrenamtliche Verfassungsrichterin in Brandenburg vorzeitig entlassen – und bedauert ihren Entschluss zugleich.
Die Schriftstellerin Juli Zeh hört einem Bericht zufolge als Brandenburger Verfassungsrichterin auf. Nach Informationen der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ vom Dienstag beantragte Zeh ihre Entlassung als ehrenamtliche Richterin in einem Schreiben an Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD). Eigentlich würde ihre reguläre zehnjährige Amtszeit erst 2029 enden.
Wie die „MAZ“, die zum Redaktionsnetzwerk Deutschland gehört, unter Berufung auf das Schreiben am Dienstagabend weiter berichtete, gab die 52-Jährige in ihrem Brief ihre beruflichen Verpflichtungen als Schriftstellerin und die damit verbundene hohe Arbeitsbelastung als Gründe für den Entlassungsantrag an. Die Autorin tourt derzeit mit ihrem neuen Roman „Pony Show“ durch Deutschland.
Auf Anfrage der Zeitung äußerten sich zunächst weder Zeh selbst noch der Landtag zu dem Schritt. Zeh bedauerte laut „MAZ“ in dem Schreiben zugleich ihre Entscheidung. Die Tätigkeit am Gericht habe sie stets als besondere Ehre und Verantwortung empfunden, heißt es demnach. Zeh war im Dezember 2018 auf Vorschlag der SPD mit einer Zweidrittelmehrheit vom Landtag gewählt und Ende Januar 2019 als Verfassungsrichterin vereidigt worden.





