Limbach-Kommission : Die langsamen Mühlen der Gerechtigkeit
Zu schwerfällig, zu intransparent, mangelnde Sprachkompetenz: Die Kritik an der Arbeit der Limbach-Kommission reißt nicht ab. Wie kann man das Gremium reformieren? Einige Punkte sind klar.
Seit 2003 gibt es die Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz, wie ihr offizieller Name lautet. Inoffiziell heißt sie, nach ihrer ersten, 2016 verstorbenen Vorsitzenden, Limbach-Kommission. Die Kommission soll in Streitfällen zwischen deutschen Museen und jüdischen Antragstellern schlichten und durch ihre Empfehlungen faire und gerechte Lösungen im Geist der Washingtoner Erklärung von 1998 ermöglichen. In sechzehn Jahren hat die Kommission fünfzehn Fälle entschieden: Sechsmal empfahl sie, dem Antrag der Erben stattzugeben, fünfmal, ihn abzulehnen, und viermal befürwortete sie einen Vergleich. So weit, so gut.
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