Brief aus dem Krieg : In Teheran ist die Nähe des Todes zu spüren

Unsere Autorin hat beschlossen, ihren vorläufigen Umzug in die Türkei zu verschieben. Weil sie trotz des Krieges und der Ungewissheit in Teheran doch nachts ruhiger schläft?
Azizam, mein Lieber, hier ist der Frühling auf seinem Höhepunkt. Die Stimmen der Schwalben füllen die Luft. Ich bin von einer seltsamen Frühjahrsmüdigkeit erfasst, einer schläfrigen Schwere. Morgens kommt meine Freundin M. herüber, um mich zu wecken. Ich schlafe bis zehn Uhr, und ich könnte noch weiterschlafen.
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