Grau gegen Farbe :
Im Kampf mit der bunten Welt

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In einem Werbespot für den Autohersteller Fiat taucht Olivier François, CEO der Marke FIAT, höchstpersönlich an Bord eines Fiat 600 Elektro in einem riesigen Farbtopf unter.
In einem Werbespot für den Autohersteller Fiat taucht Olivier François, CEO der Marke FIAT, höchstpersönlich an Bord eines Fiat 600 Elektro in einem riesigen Farbtopf unter.Fiat/Stellantis

Niemand mag Grau, trotzdem kaufen alle ihre Sofas und Autos in der Nicht-Farbe. Bis jetzt: Der italienische Autohersteller Fiat will nun keine Autos mehr in Grau herstellen. Eine Ode an die Welt der Grautöne.

Ist es möglich, sehr beliebt zu sein, ohne gemocht zu werden? Im Fall der Farbe Grau scheint das so zu sein. Keine Farbe hat in Deutschland einen schlechteren Ruf, seit Goethe befand, dass alle Theorie grau sei. Es reicht ein Blick in die deutsche Literatur, um zu sehen, dass „Grau“ in der Regel für alles steht, was man nicht wollen kann. „Durch die Gitterfenster seiner Individualität starrt der Mensch hoffnungslos auf die Ringmauern der äußeren Umstände“, heißt es in Thomas Manns „Buddenbrooks“: „Was man ist, kann und hat, scheint arm, grau.“ Theodor Storm mag die Stadt Husum, obwohl sie „am grauen Strand, am grauen Meer“ liegt.

FAZ

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