Wuppertaler Wahlszene : Die CDU schwebt ab
Der Elefant im Stadtraum: Um die SPD-Konkurrentin noch zu überrunden, braucht der Oberbürgermeisterkandidat der Wuppertaler CDU eigentlich die Wähler der AfD. Er will aber nicht um sie werben.
Vor fünf Jahren wurde in Wuppertal der sozialdemokratische Oberbürgermeister aus dem Amt gewählt. Der grüne Wahlsieger Uwe Schneidewind hatte vorher schon in Wuppertal gearbeitet, als Geschäftsführer des nach der Stadt benannten Instituts für Klima, Umwelt und Energie, und wechselte von der Wissenschaft in die Politik. 2018 hatte er in einem großen Publikumsverlag das Buch „Die Große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“ veröffentlicht, dessen Titel-Schlagwort später von der antigrünen Gräuelpropaganda rechts außen als Beleg für ihre Verschwörungstheorien genutzt wurde. Im Dezember 2024 gab Schneidewind bekannt, dass er auf den Versuch verzichtete, wiedergewählt zu werden. In einer Serie ungewöhnlich deutlicher Interviews hat er seine Gründe dafür benannt, dass er nur sehr kleine Transformationen bewirken konnte. In der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag landete die grüne Bewerberin auf dem vierten Platz. Mit einem Anteil von 7,5 Prozent bekam sie weniger als halb so viele Stimmen wie ihr Konkurrent von der AfD.



