Hochbegabung bei Kindern : Ein Ferrari mit angezogener Handbremse
Was heißt Normalität, und wie erreicht man sie? Für hochbegabte Kinder und ihre Eltern ist das oft schwierig. Ein Blick in den Alltag von Max, Tahra und Selin zeigt: Die Hürden sind hoch.
Zwei Mädchen und sechs Jungen sitzen still in einem weißgestrichenen Raum und werfen sich gegenseitig schüchterne Blicke zu. Sie treffen sich heute zum ersten Mal, und dennoch teilen sie ein Geheimnis. Nur wenigen Menschen verraten sie es. „Meinen Freunden Marvin und Joscha, denen kann ich so was erzählen“, sagt Max, „die erzählen das bestimmt nicht weiter.“ Auch Tahra hütet ihr Geheimnis: „Ich würde es auch nicht in der Schule rumerzählen. Die sagen dann bestimmt ,Angeber‘.“ Max, Tahra und die anderen sind hochbegabt. Und sie wissen genau, warum sie das vor vielen Klassenkameraden geheim halten - weil viele Kinder so darauf reagieren wie die Jungen aus Selins Klasse: „Die ärgern mich dann. Sie sagen dann ,Klugscheißer‘ und ,Du weißt ja eh alles!‘“





