„Charlie“-Attentat : Wie vier Überlebende davon erzählen

Vor zehn Jahren wurden bei dem Überfall auf „Charlie Hebdo“ zwölf Menschen getötet. Überlebende verarbeiten den Terror literarisch und zeichnerisch. Ihre Werke zeugen von Verlust und Schmerz – aber auch von Humor als Widerstand gegen den Terror.
Als die Brüder Saïd und Chérif Kouachi am 7. Januar vor zehn Jahren die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ in der Pariser Rue Nicolas-Appert überfielen, forderte ihr Fanatismus großen Tribut. Den Kugeln fiel mit einem Dutzend Menschen auch eine künstlerisch-intellektuelle Produktivkraft zum Opfer, verkörpert durch die Zeichner Cabu, Charb, Honoré, Tignous und Wolinski, die Psychoanalytikerin Elsa Cayat, den Ökonomen Bernard Maris oder den Korrektor Mustapha Ourrad. Dieser geistige Aderlass war das erklärte Ziel der Attentäter. Wie der Zeichner Riss, der seitdem „Charlie Hebdo“ leitet, betont, handelte es sich auch um „ein politisches Verbrechen“, das gezielt Vertreter der Meinungsfreiheit attackierte, mit dem Ziel, über ihre Repräsentanten die Idee auszulöschen.


