Hörbuch : Ungeklärte Zugehörigkeit

Petra Morzé und Gertrud Roll lesen Maja Haderlaps Roman „Nachtfrauen“.
Im Herbst 1972 kam es im südlichen Kärnten zu einem Ortstafelstreit. Österreichische Nationalisten demolierten die in deutscher und slowenischer Sprache beschrifteten Schilder. Die 1961 wenige Kilometer von der slowenischen Grenze in Bad Eisenkappel respektive Železna Kapla geborene und auf einem Bauernhof im Jauntal zweisprachig aufgewachsene Schriftstellerin Maja Haderlap führt mit ihrem neuen Prosawerk „Nachtfrauen“ (Suhrkamp 2023) genau in diese Gegend. Schon im Debütroman „Engel des Vergessens“, der Haderlap 2011 mit einem Auszug den Bachmann-Preis einbrachte, ging es um die eigene Familiengeschichte, um die Erinnerungen der Großmutter im Konzentrationslager Ravensbrück, in dem die Nationalsozialisten Mitglieder der slowenischen Minderheit in Kärnten internierten, folterten und umbrachten.
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