Salzburger Festspiele : Toxisches Sponsoring
Lukas Bärfuss und Yana Ross hatten es gefordert, jetzt haben die Salzburger Festspiele die Konsequenz gezogen: Die Sponsoring-Partnerschaft mit dem umstrittenen Bergbauunternehmen Solway ist beendet.
Die Salzburger Festspiele haben sich von ihrem heftig in die Kritik geratenen Sponsor Solway getrennt. Das Bergbauunternehmen mit Sitz in der Schweiz gilt als bedeutender Nickelproduzent und betreibt Minen in verschiedenen Ländern, unter anderem in Guatemala, wo Solway seit Jahren mit massiven Vorwürfen konfrontiert ist. Sie reichen von Umweltverschmutzung und Verletzung der Rechte der indigenen Bevölkerung bis zu Korruption und Verfolgung von Journalisten. Deshalb hatten der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss und die lettisch-amerikanische Regisseurin Yana Ross die Festspielleitung im April öffentlich dazu aufgefordert, das „toxische Sponsoring“ durch Solway zu beenden, und dafür eine Frist bis zum 27. Juli gesetzt (F.A.Z. vom 21. April). Solway bestritt die Vorwürfe und kündigte an, man werde mit einer internen Untersuchung für Transparenz sorgen. Offenbar fielen die ersten vorliegenden Ergebnisse aus Sicht der Festspielleitung nicht unbedingt überzeugend aus. Wie die Festspiele jetzt mitteilten, ist die Sponsoring-Partnerschaft im gegenseitigen Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung beendet worden.
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