Die Briten in Indien : Sie nahmen sich die Lizenz zum Plündern

Mit einer Aktiengesellschaft wollten sich die Briten am Indienhandel bereichern, aber die Schwäche ihrer Gegner trieb sie zur Eroberung des Subkontinents: William Dalrymple erzählt die abenteuerliche Geschichte der East India Company.
Die East India Company, die britische Ostindien-Kompanie, war ein Monstrum eigener Art. Gegründet als Aktiengesellschaft für den Handel mit Indien und dem Fernen Osten, kontrollierte sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht den größten Teil des indischen Subkontinents, führte mit einem stehenden Heer von Söldnern auf eigene Rechnung Kriege und verwaltete in Nordindien ein Territorium, das ausgedehnter war als das englische Mutterland. Edmund Burke, ihr wichtigster parlamentarischer Widersacher, nannte sie „einen Staat im Gewand eines Händlers“, und für den Historiker Thomas Macaulay war sie „das größte Unternehmen der Welt“.


