„Swing Time“ von Zadie Smith : Sie gab ihm Sex – er gab ihr Klasse

Zadie Smiths neuer Roman schildert eine Mädchenfreundschaft – und erzählt von Aufbrüchen, verpassten Chancen und dem Tanz als universeller Sprache.
Schon als Kind ist sie vom Tanzen fasziniert. Und obwohl sie Plattfüße und kein Talent hat wie ihre beste Freundin aus der nachbarlichen Sozialwohnung, geht sie mit dem gleichen Elan zum Tanzunterricht wie Tracey. Nachmittagelang hocken die beiden Mädchen vor dem Fernseher und träumen sich in alte Musicals, „42nd Street“, „BroadwayMelodie 1936“ und die aktuellen Videos von Michael Jackson. Zadie Smiths neuer Roman, benannt nach dem Musikfilm „Swing Time“ mit Fred Astaire und Ginger Rogers, über die Katherine Hepburn einst sagte „Sie gab ihm Sex, er gab ihr Klasse“, rollt eine Lebensgeschichte in der Rückschau auf. Die namenlose Erzählerin, inzwischen in ihren Dreißigern, findet sich nach einem Leben, das sie jahrelang durch die Welt jetten ließ, plötzlich allein und ratlos in London wieder. Noch immer ist sie vom Tanz begeistert, seiner universellen Sprache, die Geschlecht, Klasse, ja sogar Zeit zu überwinden scheint.





