Literatur und Sachbuch : Vier Frauengenerationen machen einander unglücklich

Julia Josts Romandebüt „Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht“ schaut mit unbarmherzigen Blick auf die Abgründe des Dorflebens.
Noch in den traurigsten Passagen lacht man innerlich beim Lesen. Der Erstlingsroman „Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht“ der Österreicherin Julia Jost ist derart temperamentvoll und pfiffig geschrieben, dass man gar nicht anders kann. Die Vorzüge dieses Erzählens stechen sofort ins Auge: eine ebenso burschikose wie unbarmherzige Beobachtungsgabe, mit der die verborgensten Abgründe ausgeleuchtet werden. Und eine urtümliche Form von schlagfertigem Mutterwitz, der die Verhältnisse denunziert, ins Surreale überdehnt und gleichzeitig mit ihren dunklen Abgründen versöhnt.
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