Roman von Viktor Martinowitsch : Wie aus Menschen Monster werden

Viktor Martinowitsch zeigt in seinem Roman „Revolution“, wie sich ein Intellektueller zum Dienst an einem Unrechtsregime bekehrt. Dabei lässt er in Moskau literarische Teufelskräfte spuken.
Wie wird ein liberaler Intellektueller zur Stütze eines totalitären Systems? Über diese Frage, die zumal in Russland aktuell ist, wo sich immer wieder kritische Geister zu Systemdienern umdefinieren – nach dem Schriftsteller Sachar Prilepin und dem Theatermacher Eduard Bojakow zuletzt der Regisseur Konstantin Bogomolow mit seinem antieuropäischen „Manifest“ –, hat der belarussische Autor Viktor Martinowitsch seinen neuen Roman geschrieben. Martinowitsch, ein Meister der dystopischen Extrapolation, hatte schon seinen gefeierten Erstling, „Paranoia“, einem phantastischen belarussischen Überwachungsstaat gewidmet.





