Olivia Wenzels Debütroman : Selbst in der Zärtlichkeit noch der Rassismus

Geboren in der DDR, der Vater zurück in Angola, die Mutter von Stasi-Torturen gezeichnet: Wie die Erzählerin in Olivia Wenzels „1000 Serpentinen Angst“ ihren Platz in der Welt sucht und hinterfragt, ist nicht nur literarisch fesselnd.
Der Psychologe seufzt. Eigentlich, sagt er, richte sich sein Angebot an Leute, die von der Vergangenheit belastet sind. Die junge Frau, die ihm gerade ihr Herz ausgeschüttet hat, mit einiger Entschlossenheit und wachsender Verzweiflung, habe alles richtig gemacht, ihre Fragen wären im Grunde nicht therapeutisch zu klären. „Sie sind in unserem Land eben eine Minderheit.“





