Romanrezension : Toleranz in Trippelschritten

Die koreanische Schriftstellerin Kim Hye-jin erzählt in ihrem Roman „Die Tochter“ von einer Frauenwohngemeinschaft.
Die 1983 geborene Schriftstellerin Kim Hye-jin ist eine stilistisch brillante Chronistin koreanischer Widersprüche. Ihr im Original 2017 erschienener Roman „Die Tochter“ ist zugleich leises Kammerspiel einer Mutter-Tochter-Beziehung und schillernder Gesellschaftsspiegel. Eine in einem Pflegeheim tätige Mutter, ihre Tochter, eine Lehrbeauftragte, und deren jobbende Liebhaberin führen aus Kostengründen im Haus der Mutter eine Wohngemeinschaft: „Die Tochter“ ist ein kluger Roman über den Clash von Lebenswelten, Seinsentwürfen und Traditionsbeständen verschiedener Generationen im heutigen Südkorea.
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