Krimi : Wissen muss man wollen

Fuminori Nakamura schreibt gegen das Erstarken der Rechten an. Sein sperriger Roman „die Flucht“ verweigert einfache Antworten.
Zwei Kirchen markieren die geographischen Koordinaten, zwischen denen der japanische Thrillerautor Fuminori Nakamura in „Die Flucht“ seine Erzählwelt aufspannt: der Kölner Dom, der wie durch ein Wunder nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt über der zerbombten Stadt aufragte. Und das einst größte christliche Gebäude der Asien-Pazifik-Region, die Urakami-Kathedrale in Nagasaki, die die Atombombe am 9. August 1945 dem Erdboden gleichmachte. Zwei unter den abgelagerten Sedimenten der Geschichte vergrabene Kriegsschauplätze in zwei Ländern, in denen heute politische Vertrauenskrisen das Wiedererstarken rechter Positionen begünstigen.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





