Den Nazis verhasstes Bild : Wir schauen aus diesem Gemälde heraus

Der derzeit bemerkenswerteste französische Comic erzählt die Geschichte eines Bildes, das politisch verfemt wurde: Otto Muellers „Zwei weibliche Halbakte“. Und derjenige, der das erzählt, ist Luz, ein Überlebender von „Charlie Hebdo“.
Im vergangenen Herbst war Luz in Köln. Wem das jetzt als nichts Besonderes erscheint, dem sei gesagt, dass der 1972 geborene französische Zeichner Luz (mit bürgerlichem Namen Réald Luzier) vor zehn Jahren zu den Überlebenden des Attentats auf „Charlie Hebdo“ zählte und nicht nur das Titelbild der aufs Massaker folgenden Ausgabe des französischen Satiremagazins gestaltet hat, sondern auch einige andere, in deren Figuren manche den Propheten Mohammed erkennen wollten – und es waren ja radikale Islamisten, die das Blutbad angerichtet hatten. Also stand Luz zehn Jahre lang unter Polizeischutz und lebte im Verborgenen.





