FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Necati Öziri :
Adorno, Alter!

Von
Manuel Paß
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Der Schriftsteller und Dramaturg Necati Öziri
Der Schriftsteller und Dramaturg Necati ÖziriEva Luise Hoppe

Necati Öziri stand mit seinem Debüt „Vatermal“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Wenige beherrschen den Grenzgang zwischen akademischem Diskurs und Straßenslang so wie er. Ein Porträt.

Jogginghose und schwarzer Rollkragenpullover. So betritt Necati Öziri das Café, in dem wir uns treffen. Sein Kleidungsstil wirkt ein wenig wie eine Mischung aus den Straßen Berlins und einem Pariser Café der 1960er. „Man muss ja immer ganz genau dosieren – wie viel Adorno, wie viel Kreuzberg gibt man den Leuten“, sagte er in seinem Porträtfilm, als er 2021 beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt las. Man merkt, dass Öziri diesen Balanceakt beherrscht. Er wirkt bestimmt, dabei aber freundlich und zugewandt, seine Stimme hat etwas Weiches. Das Café gehört einem Bekannten, Öziri ist oft hier, er lebt in der Nähe, unweit des Kottbusser Tores, unweit auch des Ballhaus Naunynstraße, in dem er vor einigen Jahren seine ersten Theatererfahrungen machte.

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